Osteoporose

Die Osteoporose ist eine Erkrankung, die dadurch charakterisiert ist, dass eine Verminderung der Knochenmasse und eine Veränderung der Knochenarchitektur vorliegt. Dadurch besteht eine erhöhte Gefahr für Knochenbrüche und Fehlstatik. Die Knochenbrüche treten vor allem auf an Wirbelkörpern, am Unterarm (Speiche)und am Oberschenkelhals. Auch alle anderen Knochen können betroffen sein.

Die Osteoporose ist eine sehr weit verbreitete Erkrankung: 4-6 Mio. Erkrankungsfälle in Deutschland. 90% der Betroffenen sind Frauen im Alter zwischen 50 u. 80 Jahren. Aber: auch Männer sind betroffen. Weltweit ereignen sich 1,5 Mio. hüftgelenksnahe Brüche pro Jahr. Jede 4. Frau über 60 Jahre erleidet einen Knochenbruch auf Grund einer Osteoporose. Die Therapiekosten und Osteoporosefolgekosten (nach eingetretenen Brüchen) sind immens. Wegen der zunehmend älter werdenden Gesellschaft ist zukünftig mit steigenden Kosten zu rechnen.

Wie erkennt man eine Osteoporose?

Zu Beginn der Erkrankung gibt es keine klinischen Zeichen! Das Erkennen des Osteoporose-Risikos ist wichtig! Das Risiko kann mit Hilfe eines Fragebogens ermittelt werden. Sollte bei Ihnen ein erhöhtes Risiko erkennbar sein, wird eine weitergehende Abklärung durchgeführt.

Bei fortschreitender Erkrankung kann es zur Rundrückenbildung (sog. Witwenbuckel), Größenabnahme, Rückenschmerzen, Muskelverspannungen und Knochenbrüchen kommen.

Wie wird die Diagnose gestellt?

Klinische Untersuchung: Körpergröße, Größenabnahme, Funktionsprüfung der Gelenke, Schmerzen, Muskelverspannungen, Fehlstatik.

Röntgen: Brustwirbelsäule, Lendenwirbelsäule.

Knochendichtemessung: Diese Untersuchung ist die wichtigste zur Entscheidung, welche Therapie durchgeführt werden soll. Der Goldstandard ist die DXA- Messung, die an der Lendenwirbelsäule und an der Hüfte durchgeführt wird.

Labor: Es gibt keine für die Osteoporose spezifischen Laborwerte. Die Untersuchung dient hauptsächlich der Abgrenzung anderer Knochenerkrankungen.

Therapie

Bewegung: Sport, Gymnastik, Rückenschule, Schwimmen. Verbesserung der Beweglichkeit, Muskelaufbautraining, Geschicklichkeit.

Ausreichend Calcium (1000 mg) und Vit. D (1000 I.E.): 1000 mg Calcium sind enthalten in 1 Liter Milch oder100 g Hartkäse. Calcium-haltiges Mineralwasser enthält bis zu 500 mg Calcium pro Liter. Vitamin D muss v.a. in den Wintermonaten (zu wenig Sonne) eingenommen werden.

Schmerztherapie: Medikamente, Spritzen, Bandagen, Korsette. Diese werden jeweils nach der Erfordernis verordnet.

Spezielle Osteoporosemedikamente: Diese Medikamente werden für jeden Patienten gesondert ausgewählt. Hierbei werden sämtliche Untersuchungsergebnisse einbezogen, insbesondere die Werte der Knochendichtemessung. Die neuen Osteoporosemedikamente sind in der Lage, die Knochenbruchrate und die damit einhergehenden Schmerzen, Operationen und Krankenhausaufenthalte deutlich zu senken.